Auf dem dieses Jahr frisch gegründeten Label hundert kommt nach Leibniz‚ Solorelease „Online“ jetzt die zweite Veröffentlichung des Labels. Diesmal vom Geldsegen versprechenden Duo DJ bwin, bestehenden aus wiederum Vollleipziger Leibniz alias Moritz Paul und Leipzig-Hamburg-Hybrid Alex Hoppe. Die von mir soeben mangels eigener Kreativität mühsam ergoogelte Presseinfo zur Platte „Trinity“ sollte der Welt nicht gänzlich vorenthalten bleiben und verspricht unter anderem Folgendes: „Informed by the ancient knowledge of the Dubstep elders and Jungle’s relentless search for a grain of truth amongst the lies fed to us by the Lo-Fi House empire, DJ bwin bring together the unholy trinity of paranoid hoover chords, melancholic textures and piercing synth notes for an EP that henceforth shall be known as »banging atmospheric Hardcore Continuum derivatives for late-night hours.«“ Würde ich Emoticons nicht kacke finden, wäre hier jetzt mindestens eins.

Aber es ist wahr. Klar verliebt in Klänge aus den 90ern häuft man hier im Nostalgiesandkasten Hardcore-Schüppchen auf Breakbeat-Schüppchen. „Herodot“ beginnt folglich die Geschichte von damals zu erzählen, aber um da jetzt ins Detail zu gehen bin ich zu sehr Liebhaber als Profi. Breaktbeats, Toast-Vocal, schöne Bassline, bissl LSD. Hör halt rein. Für „After Life“ wählt man dann die Jungle-Keule als Weapon of Choice um sich dann im „Secret Chamber“ wieder der Dreifaltigkeit zu besinnen. Knaller Platte, ist gekauft.

P.S.: Eigentlich mag ich Emoticons.


DJ bwin: Trinity (hundert / 102) | Design: Albrecht Gaebel